Was ist Webtracking?

Irgendwie wissen wir es ja alle. Im Netz werden unsere Aktivitäten aufgezeichnet und gespeichert. Aber wie genau funktioniert das eigentlich? Und was kann dagegen unternommen werden, insbesondere um die eigene Privatsphäre zu schützen? Hier lernst du was Tracking im Internet ist und wir zeigen mögliche Lösungen auf. Wir erklären dir die Basics des Internets, wie immer so einfach wie möglich und so technisch wie nötig.

Tracking im Internet heute

Die Begrifflichkeiten

Wie so oft gibt es nicht nur ein Wort, welches einen komplexen Zustand erfasst. Neben dem geläufigen Begriff Webtracking, wird auch von Web Analytics, Traffic-Analyse oder Web-Analyse gesprochen. Gemeint sind jedoch immer Tools, die es dem Betreiber einer Webseite erleichtern herauszufinden, wie sich Besucher auf einer Seite verhalten.

Überall und immer dabei

Tracking im World Wide Web ist Alltag. Webseiten können zahlreiche Informationen über einen Nutzer sammeln. Häufig geschieht dies über den Browser. Der Nutzen für Unternehmen liegt auf der Hand: sie können mit den Daten ihrer Kunden nicht nur ihre Prozesse verbessern, im besten Fall verdienen sie auch gutes Geld mit ihnen. Die gesammelten Daten können vom geografischen Standort, bis hin zur Browser Version und den zuletzt besuchten Seiten reichen. Die Frage ist jedoch, woher weiß eine Webseite, wann du das letzte Mal auf ihr warst? Und noch viel wichtiger: kann dies auch verhindert werden?

Mit welchen Methoden kann getrackt werden?

Die Antwort auf die obigen Fragen ist komplex, denn meist sind es viele kleine Einheiten, die dich auf Webseiten erkennen und Informationen über dein Verhalten beim Surfen sammeln. Oft ist es schwer zu ermitteln, welche Methoden auf einer Webseite eingesetzt werden, da sich Webtracker meist im Code einer Seite verstecken und auf den ersten Blick nicht sichtbar sind. Im Folgenden erklären wir dir die vier häufigsten Methoden:

1. Cookies

Das wohl bekannteste Teilchen sind "Cookies". Obwohl sie eigentlich deinem Browser helfen dir eine Webseite in der für dich besten Art und Weise anzuzeigen (z.B. in der richtigen Sprache), so speichern sie auch Informationen darüber, wann du das letzte Mal auf der Seite warst, ob du etwas gekauft hast und wie du bezahlt hast. Wenn du deine Cookies regelmäßig in den Browser Einstellungen löschst, erschwerst du es Webseiten dich zu identifizieren.

2. Web Analyse Tools

Die meisten Webseiten, insbesondere Onlineshops wollen herausfinden, wie sich ihre Besucher verhalten. Sie wollen wissen, wie lang potenzielle Kunden auf ihrer Seite waren, ob sie etwas gekauft haben und wenn ja, ob dies bereits beim ersten Besuch der Seite erfolgte oder erst im dritten Anlauf. Dafür wird dann ein Web Analyse Tool, in den meisten Fällen ist dies Google Analytics, in den Code der Webseite eingebaut. Auch wir nutzen diese Technik, anonymisieren die Daten jedoch komplett und speichern keinerlei personenbezogenen Daten, wie z.B. IP-Adressen unserer Besucher. Wenn du mehr dazu wissen möchtest wie wir mit deinen Daten umgehen, dann wirf doch einen Blick in unsere "Datenschutzerklärung" . Mit einer Firewall kannst du Anfragen von Analysetools blockieren und wenn du dich über ein VPN verbindest setzt du eine weitere Sicherheitsschicht für deine Anonymität obendrauf.

3. Tests zur Optimierung

Auch diese Art des Trackings ist weit verbreitet und häufig bei Online-Shops eingesetzt. Ein Websitebetreiber möchte herausfinden, ob seine Kunden auf der Startseite die Produkte lieber in einer Listenansicht oder als Bildkacheln sehen möchten. Also wird für einen bestimmten Zeitraum ein Test aufgesetzt. 50% der Besucher bekommen eine Liste mit Produkten angezeigt, die anderen 50% die Kacheln mit Bildern. Am Ende stellt sich heraus, dass die Kacheln mit Bildern dazu führen, dass die Besucher länger auf der Seite bleiben und eher etwas kaufen. Test erfolgreich! Vielleicht hast du aber gar keine Lust ein Internet-Testkaninchen zu sein? Das ist verständlich und in diesem Fall hilft eine WebFirewall diese Tests zu finden und nicht zu dir durchzulassen.

4. Werbung

Ein Internet ohne Werbung? Unvorstellbar! Überall laufen mittlerweile Anzeigen über den Monitor, teilweise scheint es, als würde eine Internetseite aus mehr Werbung als eigentlichen Inhalten bestehen. Heutzutage wird häufig personalisierte Werbung angezeigt, weil eine Webseite weiß, welche Produkte du dir zuvor in einem Onlineshop angesehen hast oder nach welchen Reisezielen du in einer Suchmaschine gesucht hast. Darauf basierend werden dir dann passende Werbeanzeigen angezeigt. Du bist also häufig schon getrackt worden bevor du personalisierte Werbung siehst. Zudem ist Online-Werbung heutzutage oft eine Quelle für Angriffe von Hackern und führt nicht selten dazu, dass Ransomware Zugang zu einem Rechner bekommt. Mit einer WebFirewall wird der Zugang für Hacker erschwert, weil sie bösartige Werbung blockiert. Sie ist eine weitere Schicht, die dich vor den vielfältigen Gefahren im Netz schützt.

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