Was ist Spam?

Der Begriff Spam begegnet uns täglich. Sei es in Form des "Spam löschen" Buttons oder der Meldung, dass eine Nachricht als Spam markiert wurde und deswegen nun im Spam-Ordner gelandet ist. Aber was genau ist Spam eigentlich und ist es überhaupt wichtig es zu wissen? Es liegt in der Natur des Internets, dass es zuweilen sehr technisch ist. Wir sind hier um dir zu helfen den Durchblick zu bewahren und Relevantes von Irrelevantem trennen zu können. Wie immer so einfach wie möglich und so technisch wie nötig.

Die Geschichte von Spam

Monty Python’s Beitrag zu Spam

Die wenigsten werden wissen, dass das Wort Spam eigentlich eine Abkürzung ist. Es handelt sich um einen Namen für Dosenfleisch, SPiced hAM (dt. gewürzter Schinken), eines britischen Fleischherstellers. Der Zusammenhang zwischen Fleisch und unerwünschter, massenhaft verschickter Werbung ist nicht ganz klar? Das können wir gut verstehen. Zwei Faktoren trugen dazu bei, dass Spam heute das ist, was die meisten darunter verstehen. Erstens gab während der Rationierungen im zweiten Weltkrieg in Großbritannien wenige Lebensmittel, Spam war jedoch trotzdem leicht zu bekommen und somit allgegenwärtig. Zweitens förderte ein Sketch der englischen Comedyshow Monty Python’s Flying Circus die Nutzung des Wortes in ihrem heutigen Sinne. Der Sketch spielt in einem Café dessen Speisekarte ausschließlich aus Spam besteht. Hinzu kommt eine Gruppe Wikinger, die jedesmal ein Spam-Lied anstimmen, wenn das Wort gesagt wird. Spam ist überall und erschwert die Kommunikation der Besucher extrem. Nun ist vielleicht etwas klarer, warum ausgerechnet Spam ein Begriff für Nachrichten ist, die den Posteingang verstopfen und es schwer machen die richtigen und relevanten Kommunikationen herauszufiltern.

Die heutige Definition von Spam

Spam, gespammt werden, Spammer, was ist das alles?

Mit Spam ist heute im Prinzip nichts Anderes als unerwünschte Werbung gemeint oder anders gesagt, E-Mails, die du nicht bekommen möchtest und für die du dich auch nirgends eingetragen hast (Newsletter). Normalerweise zielen diese E-Mails auf Individuen ab, um neue Produkte zu bewerben, wollen aber nicht selten persönliche Informationen stehlen und die jeweiligen Spam-Listen auffüllen. Jede geöffnete Spam E-Mail sendet ein Signal an die Absender, dass es sich um eine aktive Adresse handelt. Dies gilt insbesondere bei angeklickten Links in Spam bzw. Phishing E-Mails. Ist klar, dass eine Adresse auch genutzt wird, kann sich unter Umständen die Höhe an zugeschicktem Spam erhöhen. Leider gilt dies auch, wenn die eigene E-Mail-Adresse auf einer Spam-Liste auftaucht. Diese Listen werden häufig geteilt und weitergeleitet und dadurch erhöht sich dann auch das Spam-Aufkommen in deinem Posteingang.

Spam abbestellen

Eine logische Schlussfolgerung um der E-Mail Flut zu entkommen wäre die Spam E-Mail einfach abzubestellen. Häufig ist ein Link am Ende der Nachricht enthalten mit den Worten "Abbestellen" oder auf Englisch "Unsubscribe". Leider handelt es sich auch dabei um einen Trick der Spammer die Aktivität einer E-Mail-Adresse zu überprüfen. Mit dem Klick auf den Link können zwei Dinge passieren. Du bekommst noch mehr Spam, weil deine Adresse als aktiv registriert wurde oder sogar noch schlimmer und der Link enthält Malware, welche deinen Computer infizieren kann.

Alles nicht weiter schlimm, oder?

Spam kann hohe Schäden verursachen, ganz ohne dein Wissen

Was die meisten Menschen nicht wissen ist, dass Spam deinen Datenverbrauch erhöhen kann und dadurch auch auf deiner Seite Kosten entstehen können. Auch wenn die Datenmengen relativ gering sind, so können sie sich je nach Spamaufkommen aufsummieren. Auch für deinen Internetanbieter und E-Mail Provider entstehen Kosten, da sie ihren Traffic filtern müssen um möglichst wenig Spam zu dir durchkommen zu lassen. Dies erfordert zusätzlich Wartung und ggf. Aufstockung von Serverkapazitäten, um auch trotz eines hohen Spamaufkommens gleiche Leistung zu liefern. Spam gehört zu den nervigen und lästigen Aspekten des Internets und kann nicht nur Kosten auf deiner Seite verursachen, sondern auch Speicherplatz deines E-Mail Kontos oder deiner Festplatte belegen. Zudem enthält Spam nicht selten Malware oder zumindest einen bösartigen Link und kann somit zur Tür für Hacker und ihre vielfältigen Varianten von Ransomware werden.

Wie auch bei anderen Gefahren im Internet, ist es zunächst einmal wichtig zu wissen, dass es sie überhaupt gibt. Spam selbst ist nicht so gefährlich wie ein Virus oder Trojaner, kann aber gefährlich werden, wenn diese über Spam-Mails verbreitet werden. Überprüfe deswegen, dass du einen guten Spam-Filter hast und öffne E-Mail nur von Sendern, denen du auch vertraust. Besondere Vorsicht ist beim Klicken von Links und beim Laden von Anhängen geboten, da diese zu Schadsoftware weiterleiten können. Wie immer gilt, nur wer Gefahren kennt, kann sich auch vor ihnen schützen.

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