Was ist Malware?

Malware ist ein umfangreicher Begriff, welcher die häufigsten Gefahren im Internet wie Viren, Würmer, Trojaner, Adware und Spyware, bezeichnet. Bevor wir jedoch einen genaueren Blick auf das Thema werfen, wollen wir zunächst drei Dinge festhalten. Erstens ist der Begriff Malware eine Abkürzung der englischen Worte "Malicious software" (bösartige Software). Zweitens, kann Malware grob in fünf Kategorien eingeteilt werden. Drittens, Malware ist Software, was wiederum bedeutet, dass sie aktiv heruntergeladen oder auf deinen Computer gespielt werden muss. Wenn du aufpasst, was du lädst, ist dies bereits die erste Schutzmaßnahme.

Malware-Typen, die keine Viren nutzen

Adware

Eine der gängigsten Arten von Malware ist sogenannte Adware. Anders ausgedrückt, ist dies einfach unerwünschte Werbung, jedoch der unangenehmen Art. Diese kann von Unternehmen kommen, bspw. um dich zu tracken aber auch von Einzeltätern, in der Regel zu Diebstahlzwecken. Adware ist programmiert um dir Werbung anzuzeigen, während du deinen Computer nutzt. Diese kann sowohl gut- als auch bösartig sein. Adware kann dir also nicht nur Werbung aufzwingen, die du gar nicht sehen möchtest und zudem deinen Computer verlangsamen, sie kann zudem versteckte Trackingtools, Cookies oder retargeting Pixel in deinem Browser platzieren. Wenn dies geschieht kann derjenige, von dem diese Adware eingesetzt wurde deine Onlinebewegungen nachvollziehen und dir basierend auf deinem Verhalten und Browser(informationen) noch mehr Werbung anzeigen. Adware klingt zunächst harmlos und manchmal kann sie auch sehr nützlich sein, um dir ein auf dich zugeschnittenes Online-Erlebnis zu gewährleisten. Nichtsdestotrotz ist es ein Fakt, dass mehr Anzeigen im Browser dazu führen, dass dein Computer langsamer wird. Dies passiert, weil kleine Datenteilchen Platz auf deiner Festplatte einnehmen, zudem ist es dann auch wahrscheinlicher, dass deine Daten langfristig irgendwo gespeichert werden (sogenanntes "Datamining"). Adware kann zudem versteckte Spyware enthalten, die wir dir als nächstes erklären wollen.

Spyware

Der Name Spyware ist relativ selbsterklärend. Sie spioniert dich aus indem sie die Festplatte deines Computers und deinen Browserverlauf auf persönliche Informationen und Internetgewohnheiten scannt. Spyware kann eine Menge Informationen aus deinem Computer herausziehen, inklusive Passwörter, Benutzernamen, Logins für Social Media Accounts, dein Alter, dein Geschlecht aber auch sensible Informationen wie Finanzdaten oder Status. Besonders bösartige Spyware kann zudem deine Einstellungen verändern und somit die Effizienz deines Computers verringern.

Der Trojaner

Zum Schluss wollen wir dir noch das Trojanische Pferd der Malware Familie vorstellen. Wie du bestimmt schon vermutet hast, geht der Name auf die berühmte Sage rund um Troja zurück. Warum? Weil diese Schadsoftware genauso funktioniert wie sein berühmtes Vorbild. Ein Trojaner erscheint auf den ersten Blick wie ein Programm mit nützlichen Funktionen. Ein gutes Programm, das deinen Computer verbessert. Auf den zweiten Blick ist es jedoch keineswegs nützlich. In der Regel enthält ein Trojaner Teile eines schädlichen Codes, welcher die Malware dazu befähigt den Code auf deinem Computer neuzuschreiben oder zu verändern. Ein Trojaner unterscheidet sich von einem Virus oder Wurm dadurch, dass er sich nicht selbst reproduzieren kann. Nichtsdestotrotz nutzen viele Viren und Würmer die Taktik des Trojanischen Pferdes um zu Beginn ein System zu infizieren und sich einzunisten.

Malware, die Viren beinhaltet

Der 'klassische' Virus

Ein Virus ist eine weitere Form von Malware, die wie Spyware, ihren Namen aufgrund des typischen Verhaltens hat. Ein Computervirus verhält sich ganz ähnlich wie ein medizinischer Virus, bspw. infiziert er dein System, belegt Speicherplatz auf deiner Festplatte, verändert Codes oder löscht und korrumpiert Dateien auf deinem Computer. Viren sind in der Regel gut versteckt. In E-Mails, in Mailanhängen, geteilten Dateien, Bildern oder Spielen. Es kann ziemlich kompliziert sein einen Virus wieder los zu werden, ohne dabei auf die Hilfe eines fundierten Sicherheitsprogrammes zurückzugreifen. Dies liegt vor allem daran, dass er unentdeckt deine Festplatte befällt und aussieht wie ein ganz normales, ungefährliches Programm.

Der Wurm

Ein Computerwurm funktioniert ähnlich wie ein Virus. Jedoch geht ein Wurm noch einen Schritt weiter als ein Virus, weil er sich selbst kopiert, wieder und wieder und wieder. Dies tut er mit dem einzigen Ziel deinen Speicher komplett zu überfüllen und dadurch die Geschwindigkeit des Computers dramatisch einzuschränken. Allein dies klingt schon ziemlich gravierend. Das schlimmste an Würmern ist jedoch, dass sie selbst für ihr Überleben sorgen. Einfach ausgedrückt, heißt dies, dass nicht der Erfinder eines Wurmes diesen auch verbreitet. Stattdessen ist es der Wurm selbst, der sich verteilt indem er dein Nachrichtenzentrum, deinen Browser, deine E-Mails und Soziale Medien infiziert. Seine Fähigkeit sich selbst zu kopieren und zu verbreiten behält er bei, egal wo er sich gerade im Netz befindet.

Kann ich mich vor Malware schützen? Sicherlich!

Um dich vor diesen gefährlichen, jedoch versteckten Bedrohungen zu schützen, musst du dir zunächst dessen bewusst sein auf welchem Wege sie in dein System gelangen. Sei also vorsichtig, wenn du komisch klingende E-Mails, Spam, seltsame Webseiten oder Downloads öffnest. Dies ist der erste Schritt diese Gefahren abzuwehren. Der zweite Schritt ist ein Anti-Viren-Programm, sichere E-Mails und für Adware ein Ad Blocker. Glücklicherweise haben wir zwei dieser Vorsorgemaßnahmen in unserem Produktkatalog. Gib doch unserer Secure Email und unserer ZenMate Web FireWall eine Chance um dir zu zeigen wie einfach Sicherheit sein kann. Wie bei allen Gefahren im Internet ist es zunächst wichtig, diese überhaupt zu kennen, um sich dann angemessen vor ihnen schützen zu können.

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