Das gefährlichste Internet der Welt – In welchen Ländern du niemals online gehen solltest

Gibt es das eigentlich? Ein Land dessen Internet so gefährlich ist, dass es nicht ratsam wäre dort überhaupt online zu gehen? Und welche Gefahren wären das eigentlich? Wir erklären, welche Länder besonders häufig von Schadsoftware-Attacken betroffen sind und aus welchen Ländern die meiste Schadsoftware ursprünglich stammt. Aber keine Angst, eine Reisewarnung werden wir nicht aussprechen. Immerhin ist das Internet ein globales Phänomen und Viren, Trojaner und Malware kennen leider keine physischen Grenzen.

Der Ursprung von Schadsoftware

Zentrum in Europa

Alles hat einen Anfang, auch ein Trojaner. Es gibt jedoch einige Länder aus denen auffällig oft Schadsoftware stammt. Dies hat verschiedene Gründe. In den letzten Jahren hat sich herauskristallisiert, dass Hacker eine gute, industrialisierte Infrastruktur bevorzugen. Dies leuchtet ein. Langsames Internet wäre wohl ein Faktor, der ein Land durchaus unattraktiv für Hacker machen würde. Führende Länder von denen aus Malware verbreitet wird, sind die USA, Deutschland, China, die Niederlande und Russland. Dies bedeutet nicht zwingendermaßen, dass die Cyberkriminelle auch in diesen Ländern leben, aber sie nutzen Hostingprovider in diesen Regionen.

Die Gefahr kommt aus restriktiven Ländern

Zwei Länder rangieren immer wieder auf der "Bestenliste" wenn es um den Ursprung von Schadsoftware geht: China und Russland. Dabei ist es nicht nur die Software selbst, die ihren Weg von diesen Ländern aus in die Welt findet. Es sind vor allem talentierte Hacker, die aus diesen Ländern stammen. Nicht alle arbeiten daran, die Welt mit Erpressungstrojaner zu überfluten, es gibt auch viele, die nach Sicherheitslücken suchen und diese dann an Unternehmen melden. Meist erhalten sie dafür eine finanzielle Belohnung. Russland und China sind Länder, in denen häufig Soft- und Hardware nach einer weltweiten Veröffentlichung nicht verfügbar sind. Trotzdem besteht bei vielen Nutzern der Wunsch neue Technik sofort zu nutzen. Dies geht dann oft nur, wenn man über das notwendige technische Wissen und Informatikverständnis verfügt um sich Zugang zu neuen Entwicklungen zu verschaffen. Insofern ist es logisch, dass diese beiden Länder immer wieder Hackertalente hervorbringen. Auch die USA und Deutschland liegen übrigens in den Ranglisten immer ganz weit vorne, diese beiden Länder bieten Hackern eine gute technische Infrastruktur für ihre Vorhaben.

Die Verbreitung von Schadsoftware

Was Russland und die Schweiz gemeinsam haben

Nachdem nun geklärt ist, von welchen Regionen der Welt sich Schadsoftware verbreitet, wollen wir nun einen Blick auf die Länder werfen, die häufiges Ziel von Attacken sind. Hier führt Russland die Liste an, aber auch andere ehemalige Ostblock Staaten wie die Ukraine und Weißrussland sind darunter zu finden. Natürlich lohnt ein Blick auf die Länder, in denen Virenscanner und Co am häufigsten Anschlagen. Es ist aber auch interessant zu schauen, welche Arten von Malware welche Länder am ehesten angreifen. Sogenannte Bank-Trojaner finden sich vermehrt in den führenden Finanzplätzen, mit Singapur und der Schweiz führen dort zwei Länder die Liste an, die auch als wichtige Handelszentren bekannt sind.

Sicheres Reisen

Lokale Gefährdung vs. virtuelle Gefährdung

Beim Reisen ist zwischen zwei Faktoren zu unterscheiden. Das generellen Risiko dem Nutzer in einem Land ausgesetzt sind und das Risiko sich durch eine lokale Infektion Schadsoftware auf das eigene Gerät zu laden. Bei ersterem handelt es sich um Verbreitungen, die primär über das Internet verlaufen. Bei zweitem geht es um Infektionen, die erfolgen, weil ein USB Stick oder anderes externes Gerät an einen öffentlichen Computer angeschlossen wurde. Dabei kann es sich um Geräte in einem Internetcafé, Hostel oder Bibliothek handeln.
Der russische Softwarespezalist Kaspersky stellt jedes Jahr eine Liste mit Ländern und dem jeweiligen Infektionsrisiko für Schadsoftware zusammen. In 2015 führten Vietnam, Bangladesch und Russland diese Liste an. Dies bedeutet jedoch nicht, dass deine Geräte sofort von Schadsoftware befallen werden, wenn du dich dort mit dem Internet verbindest. Wenn du ein paar einfache Regeln beachtest, wird jeder Ort auf dieser Welt zu einem sicheren Ort.

Einige einfache Tipps für deine Sicherheit

Das Internet ist ein globales Phänomen, das ist wohl uns allen klar. Neben lokalen Gefahren, die über öffentlich genutzte Rechner verbreitet werden, sind es vor allem Bedrohungen aus dem Internet, die uns das Leben schwer machen. Diese lokal einzuschränken ist im Internet nahezu unmöglich, da das Netz keine Grenzen kennt. Ein Trojaner verbreitet sich ohne Probleme über Landesgrenzen hinweg. Auch wenn jede Internetverbindung ein potenzielles Risiko darstellt, gibt es ein paar einfache Regeln, die du befolgen kannst, wenn du sicher unterwegs sein möchtest. Sie gelten übrigens auch für deinen Heimcomputer!

  1. Nutze ein Anti-Virenprogramm und achte darauf, dass deine Firewall aktiviert ist.
  2. Installiere Updates. Nur wenn deine Software auf dem neuesten Stand ist, gehst du sicher, dass bekannte Sicherheitslücken geschlossen sind. Veraltetet Software ist oftmals angreifbarer, da Lücken noch nicht geschlossen wurden.
  3. Verbinde dich nur mit bekannten Netzwerken. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, nutzt du nur Netzwerke deren Betreiber du vertraust und die mit einem Passwort geschützt sind.
  4. Stelle eine VPN Verbindung her. Insbesondere in unbekannten Netzwerken, solltest du ein VPN nutzen. Es verschlüsselt deine Verbindung und anonymisiert dich. Die meisten öffentlichen WLAN Hotspots sind übrigens nicht verschlüsselt und Daten somit leicht abzugreifen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es zwar Länder gibt, von denen aus besonders viel Schadsoftware verbreitet wird, dies bedeutet jedoch nicht, dass das Internet dort auch besonders gefährlich ist. Wenn die obigen Ratschläge befolgt werden, kann das Netz in jedem Land sicherer werden, werden sie vernachlässigt kann auch dein Heimcomputer von Trojanern befallen werden. Am Ende kannst du selbst am meisten Einfluss auf deine digitale Sicherheit nehmen. Bleib wachsam, up to date und nutze ein VPN in unbekannten Netzwerken. Egal ob sich dieses in Berlin, Sankt Petersburg oder Hanoi befindet!

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