5 Gründe, ein VPN auf Reisen zu nutzen

Internetzugang gehört im Urlaub mittlerweile genauso dazu wie das Reisegepäck. In jedem Hotel, jedem Café und an jedem Flughafen gibt es öffentliches WLAN, in das du dich kinderleicht einwählen und kostenfrei surfen kannst. E-Mails checken, Fotos hochladen, Wegbeschreibungen suchen – die Vorteile der öffentlichen Hotspots liegen auf der Hand. Doch die Internetzugänge bergen auch einige Gefahren, denn nur selten achtet man beim Einloggen darauf, in welches Netz man sich eigentlich gerade einwählt. Wie du mit einem VPN (Virtuelles Privates Netzwerk) auf Reisen unbesorgt surfen kannst und vielleicht sogar bei deinen nächsten Flugtickets sparen kannst, erfährst du hier bei uns – wie immer so einfach wie möglich und so technisch wie nötig.

1. Mit einem VPN günstige Tickets sichern

Preise variieren je nach Standort und Suchverhalten

Bereits bei der Reiseplanung kann ein VPN äußerst praktisch sein, nämlich dann, wenn es ums Flüge buchen geht. Was viele nicht wissen: Die Ticketpreise sind an verschiedenen Standorten unterschiedlich und häufig ist es am günstigsten, die Flüge vom Zielland aus zu buchen. Je öfter man die Preise in speziellen Flugsuchmaschinen vergleicht, desto teurer werden sie zudem mit der Zeit.

Das liegt an den Cookies, durch die eine Webseite weiß, wie oft du nach einem bestimmten Angebot suchst. Oft werden die Preise nach und nach angehoben, um beim Käufer das Gefühl zu erwecken, er müsse schnell zuschlagen. Gleiches gilt für Hotelreservierungen, Mietwagen und Co. "Es sind nur noch zwei Zimmer verfügbar" – das hat sicherlich jeder von uns schon mal gelesen. Auch diese Methode soll dich schnellstmöglich zum Kauf animieren.

Neben dem Suchverhalten lässt sich auch dein Standort von Webseiten schnell ermitteln. Zum Beispiel über deine IP-Adresse, die angibt, in welchem Land du dich aktuell befindest. Smartphones und Tablets teilen Webseiten deine Standortdaten über GPS mit. Ebenso können das WLAN oder eingegebene Daten für Kundenkonten, Aufschluss über deinen Aufenthaltsort geben. Je nach Standort sind die Tickets mal günstiger oder teurer, weil die Preise sowohl von der jeweiligen Landeswährung, als auch von regionalen Mitbietern abhängig sind.

So wechselst du deinen virtuellen Standort

Wie du die Erfassung deines Standorts und der Suchanfragen umgehst? Ganz einfach: Mit einem VPN. Das virtuelle Netzwerk ermöglicht es dir, dich über verschiedene Server und IP-Adressen auf der ganzen Welt einzuwählen. So kannst du deine Suche auch von anderssprachigen Seiten aus starten, dir Preise in unterschiedlichen Währungen anzeigen lassen und Tickets direkt von deinem virtuellen Standort aus buchen. Es lohnt sich, einen Blick auf die Angebote im Zielland oder Ländern mit günstigen Wechselkursen wie dem kanadischen Dollar zu werfen.

Um auch deine Suchanfragen unkenntlich zu machen, kannst du entweder kurz vor der Buchung die Cookies löschen oder einen entsprechenden Ad Blocker verwenden. Er verhindert, dass Cookies ausgelesen werden können und sorgt bei neuen Anfragen dafür, dass sie gar nicht erst gesetzt werden.

2. Geschützt in öffentlichen WLANs surfen

Free WiFi – ein Risikofaktor?

Ist man im Ausland unterwegs, freut man sich über jeden öffentlichen Hotspot. Schnell mal nachschauen, was zu Hause so los ist und das #pictureoftheday bei Instagram hochladen, Mutti einen Gruß per WhatsApp schicken oder das beste Restaurant in der Nähe suchen – das Smartphone ist zweifellos ein wunderbarer Reisebegleiter mit vielen schönen Vorteilen. Ohne die Euphorie darüber bremsen zu wollen, sollte man sich besonders auf Reisen darüber im Klaren sein, dass öffentliche WLANs alles andere als sicher sind. So sieht der jeweilige Systemadministrator deine Aktivitäten im Netz und über bestimmte Tools können andere Nutzer in Echtzeit mitlesen, was du gerade so treibst.

Eine der größten Gefahren sind Fake-Netzwerke, sogenannte Honeypots, bei denen Hacker ein freies WLAN mit dem Namen eines Flughafens oder Cafés versehen, damit sich Nutzer dort einwählen und unbemerkt ihre Daten preisgeben – in dem Glauben, sich in einem normalen öffentlichen WLAN zu befinden. So können sie vom Facebook-Login über E-Mail-Passwörter bis zu Bankzugängen alles mitschneiden und die Daten missbrauchen. In einem Experiment am Flughafen Barcelona wurden in nur vier Stunden 8 Millionen Datenpakete gehackt, die mittels eines solchen Netzwerkes übertragen wurden.

So schützt du schnell und einfach deine Daten

Doch keine Angst, all diese Gefahren brauchen dich im Urlaub überhaupt nicht zu beunruhigen. Mit einem VPN auf deinen Geräten sind deine sensiblen Daten, wie Passwörtern oder anderen vertraulichen Informationen, immer auf der sicheren Seite. Virtuelle private Netzwerke funktionieren wie ein hochverschlüsselter Tunnel, der dich geschützt ins öffentliche Internet leitet – ganz egal, was du gerade machst.

3. Das Internet wie gewohnt nutzen

Keine Einschränkungen bei Facebook und Co.

Abgesehen von geblockten Videos auf Youtube bietet das Internet uns deutschen Nutzern unzählige Möglichkeiten. Das ist allerdings nicht in allen Ländern so, denn bestimmte Webseiten sind dort oftmals gesperrt. Das betrifft unter anderem soziale Medien wie Facebook und Twitter, die in Ländern wie China oder Vietnam von der Regierung unzugänglich gemacht werden.

Wer in diesen Regionen Urlaub macht, kann also nicht wie gewohnt den Laptop aufklappen und seinen Facebook-Status updaten. Mit einem VPN aber schon, denn durch die verschiedenen Serverstandorte kannst du Sperrungen und Zensuren im Handumdrehen umgehen und dich ganz wie zu Hause frei im Internet bewegen.

So bleibst du auch im Urlaub auf dem Laufenden

Auch wer sich auf Reisen über Nachrichten in der Heimat informieren will, braucht in der Regel eine IP-Adresse im jeweiligen Land, um die Geo-Blockade zu umgehen. Mit einem VPN-Tunnel ist das kein Problem, denn damit kannst du auch im Ausland über einen deutschen Server surfen und sowohl die Mediathek als auch den Livestream der ARD empfangen und dir problemlos Tagesschau und Co. ansehen.

4. Im Ausland sicher bezahlen

Onlinebanking ohne Gefahren

Reisen ist toll, aber oft auch teuer. Zum Glück gibt es Angebote wie Onlinebanking oder Paypal, mit denen du auch im Ausland kinderleicht Geld umbuchen oder Rechnungen bezahlen kannst. Mit einem VPN bleiben deine Kreditkartendaten, PINs und Passwörter auch in öffentlichen WiFi-Netzen geheim – so musst du dir lediglich Gedanken um die Höhe deines Kontostands machen, nicht aber um seine Sicherheit.

Auch regelmäßige Sicherheitsanfragen kannst du mit dem Service umgehen, denn oftmals ist es nicht möglich, sich ohne weiteres von einem anderen Land aus in das eigene Onlinebanking einzuloggen. Die Bank erkennt Login-Versuche von fremden Standorten und stuft solche Unregelmäßigkeiten häufig als potenzielle Gefahr ein. An sich eine gute Sicherheitslösung, die manchmal aber auch nervig und zeitraubend ist.

5. Bedenkenlos nach Hause telefonieren

So bleiben vertrauliche Informationen geheim

Aus dem Urlaub mal eben kurz mit dem Handy zu Hause anzurufen ist immer noch viel zu teuer. Anbieter wie Skype oder Facebook ermöglichen es jedoch, seine Liebsten auch ohne hohe Gebühren telefonisch und sogar mit Video zu erreichen. Und auch die Chatfunktionen sind unheimlich praktisch, um sich gegenseitig auf dem Laufenden zu halten.

Mit einem VPN werden all deine Nachrichten und Anrufe verschlüsselt. So kann niemand von außen deine Gespräche nachvollziehen und deine Geschichten bleiben bei demjenigen, der sie hören soll. Vor allem für Geschäftsreisende ist die Möglichkeit der Verschlüsselung interessant, weil sie vertrauliche Informationen problemlos vor Gefahren absichert.

Sei auch im Urlaub vor Hackern & Internetspionen geschützt

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