Was die Vorratsdatenspeicherung wirklich bedeutet

Und warum dir ein VPN hilft

Es klingt fast wie in George Orwell’s Roman 1984: Ende 2015 hat der Bundestag mit der Mehrheit der großen Koalition trotz Warnungen von Datenschützern und anderen Kritikern das Datenschutzgesetz zur Vorratsdatenspeicherung (kurz VDS), in Deutschland beschlossen. Kurz darauf stimmte auch der Bundesrat dem umstrittenen Entwurf zu. Doch welche Auswirkungen hat das eigentlich für dich als Nutzer und warum hilft ein VPN?

Tablet, dessen Daten durch ZenMate VPN nicht vom Internetanbieter gespeichert werden können

Speicherung aller Verbindungs- und Standortdaten

Was wird genau gespeichert?

Mit der Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung wurden Internetprovider dazu verpflichtet, Verbindungs- und Standortdaten ihrer Nutzer über einen festgelegten Zeitraum vorrätig zu haben. Dabei werden zehn Wochen lang nicht nur zugewiesene IP-Adressen und ihr jeweiliger Anschluss gespeichert, sondern ebenso Rufnummern oder SMS samt Inhalten und Datum. Die Erfassung von E-Mails und anderen Kommunikationsinhalten ist generell noch nicht vorgesehen, jedoch müssen beispielsweise Standortdaten von Mobildiensten für vier Wochen lang abrufbar sein. Durch diese Maßnahmen können Bewegungsprofile der Nutzer erstellt werden, die für einen bestimmten Zeitraum Auskunft darüber geben, wann sich die Person wo aufgehalten und mit wem sie kommuniziert hat. Ist das die totale Überwachung, die Orwell prophezeit hat? Tatsächlich ist die Metapher des gläsernen Menschen heute realer denn je.

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Einschränkung von Grundrechten in der digitalen Welt

Spricht auch etwas für die Vorratsdatenspeicherung?

Das Pro und Contra der VDS wird nicht erst seit gestern diskutiert. Befürworter meinen, dass es bei der umstrittenen Methode nicht um Meinungskontrolle oder die Erstellung von Bewegungsprofilen geht, sondern um die Möglichkeit zur besseren Verfolgung schwerer Straftaten wie Terrorismus, Mord oder sexuellem Missbrauch. Kritiker widerlegen dieses Argument jedoch recht schnell: Angebote wie Callshops oder Internetcafés bieten nämlich zahlreiche Schlupflöcher für Straftäter, weil Anbieter mit kurzer Nutzungsdauer keine Daten speichern müssen. Auch die jüngsten Terroranschläge in Frankreich zeigen, dass die dort bereits eingesetzte Überwachung kein sicheres Instrument zur frühzeitigen Tätererkennung ist. Bedeutet das anlasslose Protokollieren von Nutzerspuren also vor allem eine Beschränkung von Grundrechten und Freiheit in der digitalen Welt? Die Antwort ist Ja – und diese Einschränkung betrifft uns alle.

Menschen mit Laptop und Tablet, deren Daten ohne Nutzung eines VPN ungeschützt sind

Wunsch nach Datenschutz im Internet wird ignoriert

Statistiken der vergangenen Jahre zeigen zwar, dass sich ein Großteil der deutschen Internetnutzer mehr Eingriffe des Staates wünscht, um etwa Terrorgefahren vorzubeugen; gleichzeitig soll sich der Staat jedoch auch für mehr Daten- und Verbraucherschutz im Internet einsetzen. Dass die Vorratsdatenspeicherung nur eine dieser Forderungen erfüllt, liegt auf der Hand.

Aktiviere deinen Schutz

Anonym surfen mit einem VPN

Die Vorratsdatenspeicherung umgehen

Als Internetnutzer kannst du jedoch auch selbst aktiv werden und deine privaten Daten schützen. Mit einem VPN etwa hast du die Möglichkeit, die Vorratsdatenspeicherung auf legale Art und Weise zu umgehen. Wie das funktioniert? Ganz einfach: Ein VPN ist eine Art Tunnel, durch den der eigene Internetverkehr erst verschlüsselt zu einem Server und danach zur Zieladresse geleitet wird. Weil man über den VPN-Server ins Netz geht, wird die eigene IP-Adresse anonymisiert und der eigentliche Absender kann nicht nachverfolgt werden. Dadurch werden sowohl alle eingehenden, als auch ausgehenden Kommunikationsdaten verschlüsselt und können nicht auf Nutzerebene protokolliert werden. Das heißt konkret: Der Internetanbieter, der zur Speicherung der Daten verpflichtet ist, nimmt lediglich die IP-Adresse des VPN-Dienstes auf und nicht die des Nutzers. Sobald du dich also mit deinem Handy oder Laptop über einen VPN-Server ins Internet einwählst, setzt du die VDS außer Kraft und kannst dich beim Surfen, Chatten, Streamen und Co. unüberwacht fühlen. Da ZenMate im Gegensatz zu vielen anderen VPNs keinerlei Datenprotokolle seiner Nutzer führt oder speichert, können wir außerdem auch nicht auf Druck dritter Parteien (wie z.B. Regierungsagenturen) Daten weitergeben. Wo nichts ist, ist nunmal nichts.

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